Data Governance mit Microsoft Purview bei CETIN, implementiert von Adastra
Von der Pilotimplementierung zu messbarem Geschäftserfolg
Systeme in CETINs IT-Umgebung
automatisch katalogisierte Tabellen in Microsoft Purview
HERAUSFORDERUNG
Governance einführen, ohne die Organisation zu überfordern
CETIN wollte kein theoretisches Governance-Modell für das gesamte Unternehmen entwerfen. Ein solches Projekt hätte Jahre gedauert, mit ungewissem Ausgang.
Der Anspruch war pragmatischer:
- Sichtbarkeit gewinnen: Welche Daten nutzt CETIN tatsächlich für Berichte und Entscheidungen?
- Begriffe vereinheitlichen: Was meinen verschiedene Teams, wenn sie von denselben KPIs sprechen?
- Datenflüsse transparent machen, ohne aufwendige manuelle Dokumentation
- Prüfen, ob Governance in dieser komplexen Umgebung wirklich funktioniert und dauerhaft betrieben werden kann
LÖSUNG
Microsoft Purview als gezielter Pilot im BI-Bereich
Nach einer sorgfältigen Evaluation fiel die Wahl auf Microsoft Purview. Ausschlaggebend waren zwei Faktoren: das gute Preis-Leistungs-Verhältnis und die native Integration mit Azure, wo das Data Warehouse bereits läuft.
Adastra führte Microsoft Purview als kontrollierten Pilot im BI-Bereich ein und integrierte die Lösung in CETINs bestehende IT-Infrastruktur, abgestimmt auf die internen Sicherheits- und Betriebsstandards.
Im Rahmen des MVP wurden automatische Scans für die wichtigsten Cloud- und On-Premises-Datenquellen eingerichtet. Heute katalogisiert Purview rund 8.000 Tabellen automatisch, inklusive ihrer Struktur und ihrer Verbindungen zur Analyseschicht. Das BI-Team kann Power-BI-Berichte damit systematisch dokumentieren und als langlebige Datenprodukte verwalten.
Business Glossary und Data Stewards: Endlich eine gemeinsame Sprache
Einer der spürbarsten Fortschritte ist schlicht: Die Begriffe stimmen jetzt überein. CETIN hat erfahrene Fachexperten als Data Stewards benannt, die in Microsoft Purview ein Business Glossary für ihren Bereich aufgebaut haben.
Das Ergebnis sind verbindliche Definitionen für zentrale Begriffe wie Dienste, Aufträge oder KPIs, die zuvor je nach Team unterschiedlich ausgelegt wurden. Diskussionen darüber, was ein KPI eigentlich misst, gehören der Vergangenheit an.
Data Lineage: Wissen, woher die Zahlen kommen
CETIN hat bewusst darauf verzichtet, alle Datenflüsse im Unternehmen zu erfassen. Der Fokus lag auf den Bereichen, die wirklich zählen: kritische Domänen und zentrale Berichte.
Für die angebundenen Datenquellen zeigt Microsoft Purview auf Spaltenebene, woher ein Datenpunkt stammt, welche Transformationen er durchläuft und wie er am Ende im Bericht erscheint. Wer wissen will, woher eine Zahl kommt, findet die Antwort jetzt direkt im System.
Das Azure Synapse bei CETIN in einer Konfiguration betrieben wird, die keine automatische Lineage-Extraktion erlaubt, hat Adastra einen Prototyp entwickelt, der Lineage-Informationen direkt aus den Metadaten der DWH-Transformationen ausliest.
Impact
Governance, die im Alltag wirklich funktioniert
Mit Microsoft Purview hat CETIN heute:
- eine funktionsfähige Data-Governance-Grundlage, eingebettet in die bestehende IT-Umgebung
- einen automatischen Datenkatalog ohne manuellen Dokumentationsaufwand
- einheitliche Definitionen zentraler Geschäftsbegriffe durch das Business Glossary
- klare Transparenz über Herkunft und Transformationen der Daten in wichtigen BI-Berichten
- ein BI-Team, das Berichte als Datenprodukte verwaltet und Fachanwendern Self-Service-Recherche ermöglicht
Microsoft Purview ist heute ein Werkzeug, das im täglichen Datenalltag genutzt wird, kein weiteres System, das nach der Einführung in der Schublade verschwindet. Und es schafft die Grundlage dafür, dass CETIN Entscheidungen künftig stärker auf Daten stützen kann als auf Erfahrungswerte allein.






